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30 Jahre Motorsport
Mittwoch, 11.10.2017 13:38
Rückblick auf die Rennsaison 2017 vom Sidecar Team Wirth

Auch dieses Jahr starteten wir unsere Rennsaison mit zwei Trainingsveranstaltungen, als Vorbereitung auf die bevorstehenden sieben Rennwochenenden, welche sich wieder bunt in Europa verteilten. So standen Rennen in Croatien, 2 x Tschechien, Österreich und 3 x Deutschland auf dem Programm. Im Gegensatz zum letzten Jahr gab es für diese Saison keine Neuerungen im Team, außer ein paar neuen Kombis und Helmen, was das Gesamtbild abrunden sollte. Ansonsten galt es bei den Trainings einfach den angesetzten Rost vom Winter abzufahren und zu schauen ob denn alles problemlos funktioniert. Ein halbes Jahr Pause ist eben doch immer eine ganz schön lange Zeit. So ging es gut vorbereitet zur ersten Station nach Brno / Tschechien. Immerhin hatten wir ein klares Ziel vor Augen. Nach dem „Vize“ Titel im letzten Jahr wurde für 2017 der Titel anvisiert, alles andere wäre gelogen. In Brno erwarteten uns dann winterliche Verhältnisse. Bei der Ankunft im Fahrerlager lag dort Schnee und auch über das gesamte Wochenende blieben uns die recht eisigen Temperaturen erhalten. Die Strecke war absolutes Neuland für Ronny und mich, aber wohl auch für die Mehrzahl der anderen Teams. Uns gefiel das Layout sehr gut, wir konnten uns schnell daran gewöhnen und schnell sehr gute Rundenzeiten fahren. Über das gesamte Wochenende waren wir das schnellste Team in der F2 Trophy Wertung, was uns wiederum zwei recht klare Siege einbrachte und damit verbunden natürlich die Meisterschaftsführung.
So ging es hoch motiviert zur zweiten Station nach Schleiz, welches auch eine meiner Lieblingsstrecken ist. Der schnelle flüssige Streckenverlauf ist einfach mein Ding. Hier erwartete uns wettertechnisch ebenfalls wieder ein sehr wechselhaftes Wochenende, was immer ganz schön an den Nerven zehrt, da es dann oft ein Reifenpoker ist, wenn unklare Streckenverhältnisse sind. Letztendlich konnten wir aber alles bestens meistern und gingen von der Pole Position in beide Rennen. So gewannen wir das erste Rennen insgesamt von allen Startern, F1 und F2, was auf so einer schnellen flüssigen Strecke schon eine Leistung ist. Im zweiten Lauf mussten wir lediglich einem F1 Gaststarter den Vortritt, in der Gesamtwertung, lassen. Die F2 Meisterschaftswertung gewannen wir aber auch hier, wie zuvor in Brno. Außerdem stand am Ende eine neue persönlich schnellste Rundenzeit von 1,40 min zu Buche.
Dritte Station des Jahres war in Rijeka / Croatien, an der schönen Adria gelegen. Hier waren wir bereits im letzten Jahr und konnten auf den gesammelten Erfahrungen aufbauen. Wenn auch in die Jahre gekommen, hat dieses Ambiente doch seinen ganz besonderen Charme und Reiz. Erstmals in der laufenden Saison hatten wir schönes sommerliches Wetter, was anschließend noch für ein paar Urlaubstage genutzt wurde, warum soll man das nicht auch mal nutzen. Hier erwarteten uns auf dem Track dieses mal ganz bekannte Namen, wie z.B. Milan Spendal, Scott Lawry, und Benni Streuer – Weltmeister 2015. Leute die seit Jahren auf hohem WM Niveau fahren. Aber auch da brauchen wir uns nicht verstecken und waren u.a. mit Scott Lawry auf Augenhöhe. Das erste, von insgesamt drei Rennen an diesem Wochenende, wurde leider schon nach einer Runde abgebrochen, auf Grund eines Unfalls. Im zweiten Lauf konnte uns lediglich Weltmeister Benni Streuer in der 600er Wertung schlagen, was aber keinen Einfluss auf die Meisterschaftswertung nahm, da er als WM Starter nicht punkteberechtigt ist. Im dritten Rennen schlug dann, zum ersten Mal in dieser Saison, die Defekthexe zu. Starke Geräusche aus dem Motor zwangen uns, in Führung liegend, zur Aufgabe. Später stellte sich heraus, dass es sich hierbei um einen Getriebeschaden handelte. Noch am selben Nachmittag wechselten wir vor Ort den Motor, um uns anschließend ein paar sonnige Urlaubstage zu gönnen. Trotz der Nullrunde konnten wir weiterhin als Führende der Meisterschaft zur nächsten Veranstaltung reisen, diese fand im tschechischen Most statt.
Auch auf dieser Strecke haben wir bereits viel Erfahrung sammeln können und konnten dementsprechend agieren. Mal wieder erwartete uns sehr wechselhaftes Wetter, von schwülen 30 Grad Celsius bis Starkregen war alles dabei. Wieder einmal wurde das Starterfeld in Most mit WM Startern aufgewertet, was wiederum auch einige Unruhe hinein brachte. Im ersten Rennen erwartete uns dann eine regennasse Strecke, was wir auch gut meisterten, nur dem Team Schaffter – aus der Schweiz, den Vortritt lassen mussten. Also weitere zwanzig Punkte für die Gesamtwertung gesammelt. Im zweiten Rennen konnten wir dann wieder unsere ganze Stärke ausspielen. Auf feuchter, aber bereits abtrocknender Strecke kam uns meine runde Fahrweise sehr zu Gute. Mit beachtlichen elf Sekunden Vorsprung gingen wir als Gesamtsieger über den Zielstrich. Viele Angehörige und Zuschauer sprachen uns nach diesem Rennen ihren Respekt aus. Bis hierher lief also alles nach Plan und auf höchstem Niveau. Natürlich muss zwischendurch erwähnt werden dass dies nur mit der sehr guten sportlichen Leistung von Beifahrer Ronny und der Unterstützung vom gesamten Team möglich ist, allen voran Papa Henry, der auch nach über dreißig Jahren diesen ganzen Quatsch noch mitmacht.
Ab jetzt – Red Bull Ring Österreich - wurde es irgendwie wesentlich holpriger und die Saison nahm eine Wende. Plötzlich hatten wir mit technischen Problemen zu kämpfen. Immer wieder an der gleichen Stelle starb uns der Motor ab. Dies bereitete uns gehöriges Kopfzerbrechen und natürlich dokterten wir zwischenzeitlich auch in die falsche Richtung, wie sich hinterher herausstellen sollte. So fielen wir bei insgesamt drei Rennen, an diesem Wochenende, einmal komplett aus – wiederum in Führung liegend, einmal wurden wir im Regen Dritte und einmal streikte das „Gerät“ wieder mal in Führung liegend und wir konnten uns gerade noch so als Fünfte ins Ziel retten. Das war schon sehr deprimierend, sollte ein altes Kämpferherz aber nicht zu sehr erschüttern. An diesem Wochenende mussten wir leider die Tabellenführung abgeben. Mit frischem Elan wurde das Gespann jedoch zu Hause nochmal komplett untersucht und der Fehler letztendlich gefunden. Natürlich war es etwas ganz anderes als wir am Anfang annahmen.
Nun ging es in die letzten beiden Veranstaltungen des Jahres 2017, sozusagen auf die Heimstrecke nach Oschersleben. Diese Nähe zum Heimatort ermöglichte es der Familie, Freunden und einigen Fans uns wenigstens einmal im Jahr zu besuchen. Im ersten Zeittraining gab es dann erst mal eine Schrecksekunde, Ronny verpasste nach der dreifach Links den Umstieg und nahm eine Bodenprobe vom Oscherslebener Asphalt. Fuß und Hand schmerzten, aber er biss auf die Zähne für den Rest des Wochenendes. Mit der trotzdem herausgefahrenen Pole Position machten wir wiederholt klar warum wir anreisen und daß wir die Saison noch lange nicht abgeschrieben hatten. Im ersten Rennen lief dann auch alles nach Plan und wir gewannen die F2 Wertung mit klarem Abstand auf Platz zwei. Der Start zum zweiten Rennen war dann „Raketenmäßig“, was uns allerdings zum Verhängnis werden sollte. Das ca. 60 PS stärkere F1 Gespann von dem, an diesem Tag übermotivierten Felix Bereuter, klebte uns direkt dran und wollte uns wohl mit allen Mitteln überholen. So führte es zum Zusammenstoß in der scharfen „Hotelkurve“, wobei es mir mein Schaltgestänge komplett ins Hinterrad rammte und nicht zuletzt meinen Fuß demolierte, was uns zur Aufgabe zwang. Diese Aktion kann ich bis heute nicht verstehen, war sie doch völlig unnötig und eigentlich auch völlig untypisch für ihn. Damit konnten wir wohl nun unsere Titelambitionen endgültig begraben. Unsere direkten Konkurrenten Ken Knapton / Enrico Roick hatten nun fast dreißig Punkte Vorsprung, nach unserer weiteren Nullrunde. Unter normalen Umständen war dieser Rückstand nicht mehr einzuholen.
Trotzdem fuhren wir nicht weniger motiviert zur letzten Veranstaltung des Jahres ins heimische Oschersleben. Hier erwartete uns sehr herbstliches Wetter mit einigen sehr kräftigen Schauern und stürmischen Wind. Die kühlen Temperaturen führten, vor allem bei nasser Fahrbahn, zu sehr rutschigen Verhältnissen. Die Rundenzeiten vom Sommer waren hier nicht mehr zu erreichen. Andere waren unter diesen Bedingungen wohl etwas mutiger. So tauchte in der Startaufstellung und auch im ersten Rennen ein Norwegisches Team vor uns auf, die sonst eigentlich in einer ganz anderen Liga spielen (fahren). Im ersten Rennen belegten wir somit Platz vier, was uns nicht begeisterte, aber was okay ging. Immerhin wollten wir nicht mehr alles riskieren, da die Meisterschaft eh gelaufen war. Zum anderen hatten wir trotzdem einen schönen Kampf mit Knapton / Roick und dem Vater – Sohn Duo Kirst / Kirst. Zum Sonntagnachmittag und unserem letzten Rennen des Jahres kam dann nochmal die Sonne heraus. Somit gab es nochmal eine trockene Strecke und eine starke Abschiedsvorstellung aus der Saison 2017 vom Team Wirth – Enrico Wirth / Ronny Uhlig. Wir fuhren mit 17 Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten in unserer Klasse über den Zielstrich.
Auch wenn wir unser Ziel nicht erreicht haben, war es doch eine sehr schöne und erfolgreiche Saison. Immerhin fuhren wir acht Siege, doppelt so viele wie der Champion, ein. Was wohl eine klare Aussage ist, wir hatten eben leider nicht immer das Glück auf unserer Seite. Aber nach der Saison ist vor der Saison! Und wir kommen 2018 mit der gleichen Besatzung wieder. Never change a winning Team! Ich möchte mich in aller Form bei allen Bedanken die das möglich gemacht haben: Beifahrer Ronny für die sportliche Leistung, seine Zuverlässigkeit und die markigen Sprüche, Papa Henry einfach für alles – Unterstützung auf allen Ebenen über all die Jahre, meine Eileen – die mir einfach den Rücken stärkt und meine Schulter zum anlehnen ist, Veiko + Denise für Sponsoring und Catering und natürlich auch für die Freundschaft die entstanden ist, Loni die es immer versteht die Stimmung etwas aufzulockern und Andi – alles rund um Werbung, Design, Homepage usw. Danke!!!
Mit sportlichen Grüßen
Enrico Wirth

Montag, 27.02.2017 10:17
Teamportrait Sidecar Racing Team Wirth

Das Online Magazin "racetrack news" hat uns unter die Lupe genommen. Hier ist der Bericht zu lesen:
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